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Fragen an den Landrat Matthias Dießl


Herr Dießl, der Landkreis Fürth zeigt sich besonders familienfreundlich. Auf welchen Säulen beruht dieses Profil?

Mir ist es wichtig, dass sich hier alle Generationen wohlfühlen. Wir haben es geschafft, die Rahmenbedingungen für Familien, Kinder, Jugendliche und Senioren wesentlich zu verbessern. So gibt es eine jährlich stattfindende Familienkonferenz und ein Begrüßungspaket für Neugeborene. Gemeinsam mit den Gemeinden wurden ausreichend Krippenplätze geschaffen, die Tagespflege wurde massiv ausgebaut. Und wenn wir von Familie sprechen, meinen wir alle Generationen: So waren im November 2017 an der 3. Seniorenmesse des Landkreises Fürth insgesamt über 8.000 Besucher im Forum Stein unterwegs.

Wie geht der Landkreis mit dem demografischen Wandel um?

Tatsächlich unterliegt die Zusammensetzung der Bevölkerung einer fortlaufenden Veränderung. Der Landkreis ist auf den demografischen Wandel gut vorbereitet: Wir haben einen Jugendhilfeplan, ein familienpolitisches Leitbild und ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept. Diese Konzepte werden bedarfsgemäß aktualisiert. So werden wir von Veränderungen nicht überrascht, sondern können rechtzeitig die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.

Warum sollten junge Familien in den Landkreis ziehen?

Weil sie in unserem Landkreis willkommen sind!

Familienfreundlichkeit besteht ja nicht nur aus einem guten Betreuungsangebot, sondern aus sehr vielen Bausteinen: Der öffentliche Personennahverkehr gehört beispielsweise dazu. Auch ohne Auto ist es im Landkreis möglich, schnell und sicher mit den „Öffentlichen“ ans Ziel zu kommen. Von den Besuchen in Kindertageseinrichtungen und bei Tagesmüttern weiß ich zudem, wie liebevoll die Betreuung dort erfolgt. Der Blick in diesen Familienwegweiser zeigt außerdem, wie vielfältig die Angebote für Familien bei uns sind. Auch neu Zugezogene können im Landkreis Fürth schnell Kontakte knüpfen oder finden kompetente Ansprechpartner.

Wenn Sie an die Entwicklung des Landkreises denken: Worüber freuen Sie sich besonders?

Ich freue mich, dass der Landkreis Fürth nach wie vor eine Region mit Zukunft ist. Dieser Erfolg hat viele Gesichter: Im Kreistag und in den Gemeinde- und Stadträten werden die politischen Weichen gestellt.

Und was wäre eine Region ohne engagierte Familienpolitik?

Ganz wichtig war für mich auch die Verleihung des Zertifikats „berufundfamilie“ an das Landratsamt Fürth im  letzten Jahr durch das Kuratorium der berufundfamilie Service GmbH. Es ist ein nach außen und innen sichtbares Zeichen unseres Engagements im Hinblick auf eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik. Das ist sehr wertvoll sowohl für die Arbeitszufriedenheit unserer MitarbeiterInnen als auch für unsere Positionierung als attraktiver Arbeitgeber.

Welche Projekte im Bereich Familie sind in den nächsten fünf Jahren geplant?

Ein Ziel ist es, für jedes zweite Kind unter drei Jahren im Landkreis einen Betreuungsplatz anzubieten. Wir haben zudem ein neues Projekt gestartet, bei dem wir Familien, die es nicht so leicht im Leben haben, Paten an die Seite stellen. Dieses Projekt halte ich für sehr wichtig. Wir setzen bei der Beratung natürlich auch weiterhin auf unsere KoKi – Netzwerk frühe Kindheit. Ganz wichtig ist mir die Vernetzung der Generationen. Alt und Jung müssen zusammen Ideen umsetzen. Das kann beispielsweise in einer Freiwilligen-Agentur passieren, wo sich Jüngere und Ältere in verschiedenen Lebensbereichen helfen. Auch unsere Schulen werden wir bedarfsgerecht weiterentwickeln.

Matthias Dießl,
Landrat

Foto: Landkreis Fürth